
Ceòl Mór
Ceòl Mór ("big music") ist die gälischen Bezeichnung für jene aus Schottland stammende Musikgattung der Great Highland Bagpipe, die besser unter dem Namen Piobaireachd (anglisiert "Pibroch") bekannt ist. Piobaireachd bedeutete ursprünglich "pipe" oder "piping". Heute versteht man unter Piobaireachd nur noch die hier zur Rede stehende Musikgattung.
Ceòl Mór unterscheidet sich grundsätzlich von den landläufig bekannten Märschen, Reels, Jigs usw. Letztere werden in ihrer Gesamtheit auf Gälisch als Ceòl Beag ("little music") bezeichnet. Im Englischen spricht man meist von "light music".
Ein Stück der Gattung Ceòl Mór beginnt mit einem "Ground" (Thema), welcher die Grundlage für die folgenden - mehr oder weniger - zahlreichen festgelegten Variationen bildet. Nach Ende der letzten Variation wird üblicherweise der Ground wiederholt. Als Vorlage für die Variationen dienen meist zentrale "theme notes" und Fragmente des Ground, die im Verlauf des Stückes rhythmisch variiert werden und zunehmend mit "grace notes" verziert werden. Der Ground ist entweder an ein bereits vorhandenes gälischen Lied angelehnt oder wurde eigens für den betreffenden Piobaireachd neu geschaffen.
Ceòl Mór wird gewöhnlich im Rahmen von Einzelunterricht (ein Lehrer, ein Schüler) gelehrt. Auf Noten wird weitestgehend verzichtet, da Notenschrift diese Musik nur ungenügend abbilden kann. Stattdessen bedient man sich des Canntaireachd, der gesungenen Form von Ceòl Mór. In dieser speziellen "Gesangssprache" werden Melodietöne als Vokale und Verzierungen als Konsonanten wiedergegeben und bilden so - nach Art der Solmisation - ein Alphabet aus Tonsilben und "grace notes". Mittels Canntaireachd lassen sich die subtilen rhythmischen Feinheiten von Ceòl Mór detailliert wiedergeben.
Unterricht
Ceòl Mór unterscheidet sich grundsätzlich von den landläufig bekannten Märschen, Reels, Jigs usw. Letztere werden in ihrer Gesamtheit auf Gälisch als Ceòl Beag ("little music") bezeichnet. Im Englischen spricht man meist von "light music".
Ein Stück der Gattung Ceòl Mór beginnt mit einem "Ground" (Thema), welcher die Grundlage für die folgenden - mehr oder weniger - zahlreichen festgelegten Variationen bildet. Nach Ende der letzten Variation wird üblicherweise der Ground wiederholt. Als Vorlage für die Variationen dienen meist zentrale "theme notes" und Fragmente des Ground, die im Verlauf des Stückes rhythmisch variiert werden und zunehmend mit "grace notes" verziert werden. Der Ground ist entweder an ein bereits vorhandenes gälischen Lied angelehnt oder wurde eigens für den betreffenden Piobaireachd neu geschaffen.
Ceòl Mór wird gewöhnlich im Rahmen von Einzelunterricht (ein Lehrer, ein Schüler) gelehrt. Auf Noten wird weitestgehend verzichtet, da Notenschrift diese Musik nur ungenügend abbilden kann. Stattdessen bedient man sich des Canntaireachd, der gesungenen Form von Ceòl Mór. In dieser speziellen "Gesangssprache" werden Melodietöne als Vokale und Verzierungen als Konsonanten wiedergegeben und bilden so - nach Art der Solmisation - ein Alphabet aus Tonsilben und "grace notes". Mittels Canntaireachd lassen sich die subtilen rhythmischen Feinheiten von Ceòl Mór detailliert wiedergeben.
Unterricht